Gestresst – ab ins Grüne

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Studien haben bestätigt, was wir im Grunde genommen längst wussten: Der Aufenthalt im Grünen, in der freien Natur, ist Balsam für die Seele. Es überrascht nicht, dass Probanden, die in der Nähe von Wäldern, Wiesen, Feldern und Parks leben, sich mindestens dreimal wöchentlich für mindestens zehn Minuten in der Natur befinden, Stress merklich schneller abbauen konnten als die in „Betonwüsten“ Beherbergten der Vergleichsgruppe. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, nachdem regelmäßig die Konzentration des Hormons Cortisol im Speichel der Teilnehmer ermittelt sowie deren subjektives Befinden anhand eines Fragebogens erhoben worden ist. 
Nun soll/kann nicht jeder seine sieben Sachen packen und aufs Land ziehen – aber diese Erkenntnis macht uns bewusst, dass ein Ausflug in die Natur, ein Spaziergang durch Wald, Flur oder Grünanlagen, einen echten therapeutischen Wert haben. Nicht nur der klassische Yoga-Kurs ist in der Lage, uns „runterzubringen“ – wobei Sport generell und ebenfalls nachgewiesenermaßen einen positiven, entspannenden Einfluss auf unsere Psyche hat (sofern es sich dabei nicht um Leistungssport handelt).

Grünes Licht für niedrige Stresspegel

Ist die Konzentration des „Stresshormons“ Cortisol (produziert in der Nebennierenrinde) über längere Zeiträume hinweg erhöht, kann das die Entstehung von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depression und einigen Erkrankungen mehr fördern.
Ein erheblicher Vorteil der „Grün-Therapie“ gegenüber anderen Methoden ist freilich, dass Ort und Zeit der „Anwendung“ sich an die persönlichen Umstände und Gegebenheiten anpassen lassen. Gut zu wissen, dass bereits zehn grüne Minuten täglich im Stande sind, den Cortisolspiegel zu reduzieren – 20 bis 30 Minuten sind freilich noch besser – in dieser ersten halben Stunde ist der Effekt jedenfalls am stärksten ausgeprägt. Gemütlich durch die Natur zu wandeln, vielleicht zwischendurch auf einer Bank Platz zu nehmen und dem Rauschen der Blätter, dem Zwitschern der Vögel zu lauschen ist also ein heilsamer „Luxus“, den wir uns regelmäßig, irgendwann zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang, gönnen sollten. Überflüssig zu erwähnen, dass das Smartphone bei dieser „Seelenhygiene“ ausgeschaltet bleiben muss; Telefonieren, eMails-Checken, Internet-Recherche und Social Media wären hier äußerst kontraproduktiv und haben deshalb absolute Sendepause.
 
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